Es gibt keine positive Suchtverlagerung
- Stella

- 30. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit
„Wie kann ich eine Suchtverlagerung auf Dinge, die mir auch nicht guttun, durch etwas „positives“ ersetzen? Diese Frage begegnete mir heute in einem „Alkohol-Thema-Forum“ und das ist so eine gute Frage, dass ich sie in einem Post dazu beantworten möchte.
Antwort vorab: GAR NICHT.
Klar, Sie können statt Alkohol zu trinken in der Zeit Sport treiben. Oder einen Kurs machen, um etwas neues zu lernen. Beides per se „positiv“. ABER: Suchtverlagerung bedeutet, eine Abhängigkeit durch eine andere zu ersetzen. Und ja, es liegt total nahe, zu argumentieren: Wenn ich nach etwas Gesundem süchtig bin, dann ist das doch gut“.
Ich verstehe das gut, weil es jahrzehntelang genau mein Abhängigkeitsschema und meine Strategie war. Die ich oft genug „bis aufs Blut“ verteidigt und gerechtfertigt habe. „Sport – auja! Laufen ist toll.“ Schwupps standen 3 Bücher zum Lauftraining im Regal und ich wußte wo der nächste Halbmarathon stattfindet und hatte einen Trainingsplan. Danach lag ich im Krankenhaus und das war es erstmal mit Joggen. Und raten Sie mal, wie ich mich dann getröstet habe …
„Eigentlich hat mich nur dieser fürchterliche Job zum Alkoholiker gemacht – ich sollte mal ganz was anderes machen.“ Schwupp: Fernabi, Fernstudium, wissenschaftliche Karriere. Danach Burnout, Reha, neue „Schuldige“ und auf bewährte Selbstmedikation zurückgegriffen.
Warum Suchtverlagerung keine Lösung ist
Um es klar auszudrücken: Sport IST toll. Neue Perspektiven, Lernen, Traumjobs endlich wagen sind tolle Sachen. Nur:
Solange vom Erfolg, Anerkennung und permanenter Bestätigung abhängt, dass Sie gesund und glücklich und lebensfroh durch Dein Leben gehst – ohne „wenn erst … dann“ kann Ihnen genau das jederzeit, immer wieder und ohne dass Sie es in der Hand haben, weggenommen werden.
Und wissen Sie was? Das ist eine gute Nachricht. Denn solange Sie für IHR Leben Dinge und Menschen im Außen brauche, um nicht lost zu sein und sich falsch zu fühlen, sind das keine Bedürfnisse, sondern Bedürftigkeit. Ersteres steht Ihnen zu, letzteres verhindert Freiheit und Selbstwirksamkeit.
Wie Sie echte Freiheit statt Abhängigkeit finden
Wenn Sie das verstehen und danach handeln, dann wird es nicht nur einfach, sondern dann sind Sie raus aus der Dauerschleife und drin in einem Leben, das Ihnen nichts und niemand kaputt machen oder wegnehmen kann.
Klingt gut? Ist es auch.
Zu schön um wahr zu sein? Nein, endlich die Wahrheit. Und die IST schön.
Wollen Sie so leben? Dann entscheiden Sie sich dafür und seien Sie es sich wert, sich unterstützen zu lassen. Nicht durch „Rettung und Ratschläge“ sondern durch individuelle Begleitung und Unterstützung auf IHREM Weg.
Deshalb bin ich hier. Schreiben Sie mir.




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